Matthias Schmeelke.

Nachhilfe erarbeitet Lernstoff, behebt Stofflücken. Lerncoaching erschliesst das Lernsystem – und genau das brauchen Jugendliche heute dringender denn je. «Ich habe endlich kapiert, wie ich lerne – und dass ich das steuern kann» ist eine häufige Erkenntnis nach dem Lerncoaching.  Mit Lerncoaching erkennst du DEIN Lernsystem. Nachhilfe kümmert sich nur um den Lernstoff, den Inhalt. Lerncoaching ermöglich es dir, festgefahrene Paradigmen abzulegen, mittel- und langfristige Erfolge zu erzielen, die bisher noch nicht möglich waren. Die Kernfrage verschiebt sich von «Was lerne ich?» hin zu «Wie lerne ich am besten?». Lerncoaching ist eine gemeinsame Werkstatt von Coach und Jugendlichem für selbstbestimmtes, freudvolles Lernen, nicht nur eine Reparaturwerkstatt für schlechte Noten – und genau diesen Weg wollen und wünschen wir uns.

Jugendliche sind im Alltag mit diversen Belastungen konfrontiert, im schulischen Bereich wie im privaten Lebensalltag. Sichtbar werden diese in der Schule leider aber nicht immer sofort.  Für Jugendliche entwickeln sich über die Jahre unterschiedliche Herausforderungen, die für Lehrpersonen oft unsichtbar sind, es fehlt häufig Zeit. Ein Überblick über die Situation des Kindes wird wegen fehlender Kommunikation nicht möglich. All dies kann die Entwicklung eines Kindes im schulischen Alltag auf Dauer beeinträchtigen, es prägt die Lernbiografie, das Lernerlebnis und verfestigt dieses negativ. So werden Leistungen fehlinterpretiert, und zwar immer wieder schnelle Lösungen angeboten, die aber nicht zur aktuellen Situation des Kindes passen und diesem so nicht adäquat weiterhelfen.

In diesen Situationen ist es für mich als Lerncoach eminent wichtig, das Gespräch zu suchen, um die Perspektive des Jugendlichen zu verstehen. Der Einblick in dessen subjektive Lernerfahrung ist Voraussetzung. Erfassen und Verstehen, was das Kind sieht, wie es fühlt und wie es denkt. Oft ist es auch dem Kind selbst nicht bewusst, was genau verändert werden kann und soll.

Erst aus diesem Verständnis heraus kann ein gemeinsames Ziel entstehen, das für die Situation und den Schüler hilfreich ist. Schnelles Handeln mit „passenden“ Lösungen kann nicht ohne, sondern nur mit dem Kind passieren. Die Stärken und Schwächen des Kindes müssen einfliessen, Lernbiografie muss berücksichtigt werden. Die Umsetzung muss aus deren Sicht sinnstiftend sein – dann führt sie gemeinsam zum Erfolg – Erfolge lassen sich daran messen. Wichtig für mich ist, dass die Lösungsfindung, sei sie messbar oder sei sie motivierend, die subjektive Sicht des Kindes wiedergibt. Sie muss zum Kind passen, in seine Lebenswelt, in seine schulische Situation. Die Unterstützung wird gemeinsam entwickelt und festgelegt.

Diese „andere“ Art der Kommunikation eröffnet nicht nur mir als Lerncoach und dem Jugendlichen neue Perspektiven, sondern führt zu einer gezielten Förderung in Absprache mit dem Jugendlichen. Diese kann und sollte angepasst werden, sie benötigt Zeit und Sicherheit, damit die Zielsetzungen ausgeführt oder angepasst werden.

Für Jugendliche bietet sich so die Chance, festgefahrene Paradigmen abzulegen, mittel- und langfristige Erfolge zu erzielen, die bisher noch nicht möglich waren. Es geht nicht immer um das „Was lerne ich?“, sondern um das „Wie?“ – Das Lernen, die richtigen Weichen zu stellen, Erfolge feiern, setzt neue Kräfte frei, fördert die Lust am Lernen und an der eigenen Weiterentwicklung – Das ist das, was wir wollen und uns wünschen.

Matthias Schmeelke, ISA Privatschule, Schulleiter, Sekundarlehrer & Lerncoach